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Schlaraffia in Koblenz

 

Die Idee „Schlaraffia“, nämlich die Unzuträglichkeiten dieser Welt im Freundeskreis durch zeitweise Auswanderung in ein phantastisches Märchenland und durch fröhliches oder parodierendes Tun etwas leichter zu machen, war schon 1859 in Prag von deutschen Theaterkünstlern geboren worden. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs, 1913, griff ein Stammtisch in Koblenz aussichtsreich diese Idee auf, doch der Krieg durchkreuzte alle derartigen Bemühungen.

 

1921 gelang es dann, in Koblenz ein „Uhunest“, also eine ständige Gemeinschaft schlaraffischer Freunde zu gründen und mit regem Leben zu erfüllen. Etwa 400 Treffen sind registriert, davon viele in den Kellerräumen des damaligen Neubaus der AOK. Doch ab Mitte der 30er Jahre führte der Druck des politischen Regimes, schließlich der Zweite Weltkrieg eine Verfinsterung und ein Erlöschen des Vereinslebens herauf, die erst 1947 vorbei waren.

 

Am 19. April 1947 konnte dann im Weinhaus Hubertus, mit Genehmigung der französischen Besatzungsmacht, eine Wiederbegründung erfolgen. Seitdem erfreut sich die Schlaraffia Confluentia eines anhaltenden Zuspruchs, und manche bekannten Koblenzer und zugereisten Persönlichkeiten - Künstler, Ärzte, Geschäftsleute, Soldaten, Staatsdiener, Privatiers u.a. – steuerten zum schlaraffischen Spiel bei.

 

An durch die Jahrzehnte wechselnden Orten fanden die Schlaraffen ihre „Burgen“: im Weinhaus Merkelbach (Pfaffendorf), in der „Liedertafel“ (Rizzastraße), im Weindorf, im „Goldenen Anker“ (Moselweiß), im Weinhaus Schwaab (Metternich). Seit jetzt 20 Jahren und hoffentlich noch für lange Zeit residiert die „Confluentia“ in der ehemaligen Pallottinerkapelle am Fuße der Festung Ehrenbreitstein. Bei besonderen Anlässen dienten u.a. auch schon der Kuppelsaal der Festung oder die Marksburg als „Festburgen“.

 

Die einstige Pallottinerkapelle ist als Versammlungort ein rechtes Juwel. Die Koblenzer Schlaraffen engagieren sich sehr, dieses Baudenkmal zu beleben und zu erhalten. Erfreulich ist die Zusammenarbeit mit dem jungen Förderverein zur Erhaltung der ehemaligen Pallottinerkapelle, dessen häufige kulturelle Angebote vom feinsten und jedermann zugänglich sind. Natürlich reizt ein solcher Versammlungsort auch oft Freunde aus anderen schlaraffischen Orten zu einem Besuch der Koblenzer Veranstaltungen.

 

Die derzeit etwa 45 Mitglieder der Confluentia stehen in regem Austausch mit vielen befreundeten „Reychen“ in anderen Städten, etwa Bonn, Köln, Wiesbaden, Trier, auch in anderen Ländern, so dass sich in den meisten Veranstaltungen die Farben und köstlichen Einfälle verschiedener Ortstraditionen mischen.

 

Einziges „Haar in der Suppe“: Wer mit dem Auto kommt, kann nicht direkt bei der Pallottinerkapelle parken. Gelegenheiten hierzu bieten sich aber in geringer Entfernung beim Rhein-Museum oder am Marstall des Dikasterialgebäudes gegenüber vom Bahnhof Ehrenbeitstein. Doch was sind schon die ein, zwei Minuten Fußweg für jemanden, der eine Reise in ein „Traumland“ erleben möchte?

 

Die Koblenzer Schlaraffen treffen sich übrigens in den Monaten Oktober bis April immer dienstagsabends zu ihren „Sippungen“, in der übrigen Zeit finden zwanglose Stammtisch- oder andere Unternehmungen statt. Zu allen Treffen laden wir, nach vorheriger Kontaktaufnahme, gern Interessierte ein.